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Eskimo Eis – Geschichte, Umbenennung und Sorten

George Edward Davies Bennett • 2026-04-10 • Gepruft von Mia Schneider

Eskimo zählt zu den bekanntesten Speiseeismarken Österreichs. Seit nahezu einem Jahrhundert gehört das Sortiment zum festen Bestandteil der heimischen Kühltruhen. Hinter der Marke steht der multinationale Konzern Unilever, der das Produkt heute unter dem Dach der Magnum Ice Cream Company vertreibt. Trotz internationaler Debatten um den Markennamen bleibt Eskimo in Österreich weiterhin erhältlich.

Die Geschichte der Marke reicht bis in die Zwischenkriegszeit zurück. In den vergangenen Jahren geriet der Name jedoch zunehmend in die Kritik. Während andere Länder bereits Umbenennungen vorgenommen haben, entschied sich Unilever für den österreichischen Markt zunächst gegen eine Namensänderung. Die Gründe dafür sowie die aktuelle Produktpalette werden im Folgenden näher beleuchtet.

Für Verbraucher stellt sich zudem die Frage, wo Eskimo-Eis erhältlich ist und welche Sorten aktuell verfügbar stehen. Die Antworten auf diese und weitere Fragen finden sich in den nachfolgenden Abschnitten.

Was ist Eskimo Eis?

Eskimo ist eine österreichische Speiseeismarke, die seit 1927 existiert. Das Unternehmen wurde ursprünglich als Eisgeschäft der österreichischen MIAG gegründet und später an Unilever verkauft. Heute vertreibt die Unilever Austria GmbH – operativ unter der Magnum Ice Cream Company – die Produkte auf dem heimischen Markt. Die Marke nutzt das einheitliche Unilever-„Heartbrand”-Logo, das auch bei anderen Eismarken des Konzerns wie Langnese in Deutschland zum Einsatz kommt.

Marke
Unilever (Magnum Ice Cream Company)
Produkttyp
Cremiges Speiseeis am Stiel
Markenstatus
Umbenennung seit 2020 in Prüfung
Beliebte Sorten
Brickerl, Magnum Mandel
  • Die Marke gehört zum Unilever-Konzern und nutzt das konzernweite Heartbrand-Logo
  • In Österreich fungiert Eskimo als Pendant zur deutschen Marke Langnese
  • Seit 1998 wird kein Eis mehr in Österreich produziert – die Produkte werden aus Deutschland importiert
  • Der Markenname steht seit 2020 international in der Diskussion
  • In Dänemark und den USA erfolgte bereits eine Umbenennung
  • Die Produktion findet heute unter dem Dach der Magnum Ice Cream Company statt
  • Zu Unilever gehören international auch Marken wie Frisko, Ola und Miko
Fakt Details
Hersteller Unilever Austria GmbH
Gründung 1927 durch MIAG
Produktionsstandort Import aus Deutschland seit 1998
Markenzeichen Heartbrand-Logo
Umbenennung geprüft Seit 2020 in Diskussion
Sortimentsklassiker Brickerl (seit 1973)
Hinweis zur Produktverfügbarkeit

Die Zusammensetzung und Nährwerte der verschiedenen Eskimo-Sorten können je nach Produkt variieren. Für exakte Angaben zu Inhaltsstoffen, Kalorien oder veganen Alternativen empfiehlt sich ein Blick auf die jeweilige Verpackung oder die offiziellen Produktseiten von Unilever.

Warum wurde Eskimo Eis umbenannt?

Die Diskussion um eine Umbenennung der Marke Eskimo begann im Jahr 2020. Der Name gilt international als kolonialistisch und rassistisch, da er sich auf Stereotype der indigenen Inuit-Völker bezieht. Unilever reagierte als Gründungsmitglied der „Unstereotype Alliance” und prüfte über 400 eigene Marken auf potenziell problematische Bezeichnungen – darunter auch Eskimo. In mehreren Ländern leitete der Konzern daraufhin Umbenennungsprozesse ein.

Internationale Umbenennungen

In Dänemark, wo Eskimo unter dem Namen Frisko vertrieben wird, erfolgte bereits 2021 eine Umbenennung. Die Produktbezeichnung „Kæmpe Eskimo” verschwand aus dem Sortiment. In den Vereinigten Staaten wurde das Produkt unter dem neuen Namen „O’Payo” vermarktet. Auch in Finnland zog der Konzern eine Namensänderung in Betracht.

Die Situation in Österreich

In Österreich entschied sich Unilever hingegen gegen eine Umbenennung. Das Unternehmen legte die Prüfung eines neuen Namens auf Eis. Als Begründung führte eine Sprecherin 2025 an, dass die Marke über eine „lange Tradition und emotionale Bindung” an die österreichischen Konsumenten verfüge. Diese Entscheidung fiel trotz anhaltender Kritik von Seiten der Wiener Sprachgesellschaft, die den Namen als „problematisch” einstufte, sowie der SPÖ, die eine Umbenennung als „wünschenswert ohne Abwertung” bezeichnete.

Kritische Stimmen

Die Debatte um den Markennamen ist nicht neu. Bereits 2016 setzte sich Frisko in Dänemark mit Rassismusvorwürfen auseinander. Die aktuelle Position von Unilever in Österreich steht im Gegensatz zum Vorgehen in anderen Märkten, wo der Konzern rasch handelte.

Wo kann man Eskimo Eis kaufen?

Eskimo-Eis ist in Österreich über verschiedene Vertriebskanäle erhältlich. Der Hauptabsatzmarkt bleibt der Lebensmitteleinzelhandel, wo die Produkte in Supermärkten und Discountern geführt werden. Da die heimische Produktion seit 1998 eingestellt wurde, stammen alle Produkte aus dem Import – vorwiegend aus Deutschland.

Aktuelle Sorten und Verfügbarkeit

Zum aktuellen Out-of-Home-Sortiment 2025 gehören Sorten wie Haselnuss mit Karamell- und Mandelgeschmack, umhüllt von Haselnuss-Sauce. Auch Magnum Mandel – eine Unilever-Eismarke, die in Österreich unter Eskimo vermarktet wird – gehört zum Standardsortiment. Einige Sorten sind exklusiv für den österreichischen Markt erhältlich.

Für Gastronomiebetriebe bietet Unilever ein eigenes Sortiment an, das über Unilever Food Solutions bezogen werden kann. Dort finden sich auch detaillierte Informationen zu den aktuell verfügbaren Produkten.

Sortimentsänderungen

Der Brickerl – ein Schokoladeneis am Stiel, das seit 1973 zum Sortiment gehörte – wurde 2024 aus dem Großpackungssortiment genommen. Im Jahr 2025 folgte die Einstellung auch im Einzelverkauf. Nach massiven Protesten von Konsumenten wurde das Produkt jedoch im Februar 2026 wieder ins Sortiment aufgenommen.

Shrinkflation bei Magnum Mandel

Im Jahr 2025 geriet Magnum Mandel in die Kritik. Die 4er-Packung wurde von 440 auf 400 Milliliter reduziert – ein Volumenverlust von rund 10 Millilitern pro Eis. Gleichzeitig stieg der Preis um 14 Prozent. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) übte scharfe Kritik an dieser Form der versteckten Preiserhöhung. Das Produkt wurde im Rahmen einer Konsumentenumfrage zur „Konsum-Ente 2025″ gekürt.

Die Geschichte von Eskimo im Zeitverlauf

Die Entwicklung der Marke Eskimo erstreckt sich über beinahe ein Jahrhundert. Von den Anfängen als kleines österreichisches Eisgeschäft bis zur internationalen Kontroverse um den Markennamen – die Chronologie zeigt, wie sich die Marke an veränderte gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen angepasst hat.

  1. 1927: Gründung der Marke durch die österreichische MIAG
  2. 1962: Unilever übernimmt die Tiefkühlkost-Produktion von Hans Petter in Raasdorf bei Wien
  3. 1965: Verlegung der Produktion nach Groß-Enzersdorf
  4. 1970: Fusion zur Eskimo-Iglo GmbH (Unilever 75 %, Nestlé 25 %)
  5. 1998: Einstellung der österreichischen Eisproduktion; Import aus Deutschland beginnt
  6. 2020: Unilever kündigt die Prüfung einer Umbenennung wegen Rassismusvorwürfen an
  7. 2024: Großpackung des Brickerls wird aus dem Sortiment genommen
  8. 2025: Brickerl auch im Einzelverkauf eingestellt; Magnum Mandel erhält Negativauszeichnung
  9. Februar 2026: Brickerl nach Konsumentenprotesten wieder ins Sortiment aufgenommen

Die genannten Zeitpunkte basieren auf Angaben von Wikipedia, Stern sowie der APA.

Gesicherte Erkenntnisse und offene Fragen

Bei der Recherche zum Thema Eskimo Eis zeigen sich sowohl klar belegte Fakten als auch Bereiche, über die nur begrenzte Informationen vorliegen. Eine transparente Darstellung unterscheidet zwischen dem, was bekannt ist, und dem, was derzeit noch unklar bleibt.

Gesicherte Informationen Die gesicherten Informationen umfassen auch das Black Ops 7 Veröffentlichungsdatum.

  • Unilever Austria vertreibt die Marke
  • Produktion findet in Deutschland statt
  • Umbenennung wurde in Österreich gestoppt
  • Brickerl kehrt 2026 ins Sortiment zurück
  • Magnum Mandel war 2025 in der Kritik
  • Marke gehört zum Heartbrand-Netzwerk
Offene Fragen

  • Exakte Nährwerte einzelner Sorten
  • Welche Sorten sind tatsächlich vegan?
  • Geplante neue Produktsorten für 2026
  • Zukünftige Strategie bei Unilever Austria
  • Regionale Verfügbarkeit in einzelnen Bundesländern
  • Auswirkungen auf den Marktanteil

Kultureller und wirtschaftlicher Kontext

Die Marke Eskimo ist untrennbar mit der österreichischen Konsumgeschichte verbunden. Seit beinahe hundert Jahren gehört das Eis zum festen Bestandteil des Sommergeschäfts. Das Unternehmen Unilever nutzt international verschiedene Markennamen für seine Eissorten – in Deutschland Langnese, in Österreich Eskimo, in Dänemark Frisko, in den Niederlanden und Belgien Ola. Diese Aufteilung spiegelt die Strategie wider, lokale Markenidentitäten zu bewahren, während konzernweit ein einheitliches Erscheinungsbild angestrebt wird.

Die Habsburger Dynastie prägte über Jahrhunderte die wirtschaftlichen Strukturen in Österreich und legte den Grundstein für viele heute noch existierende Handelsbeziehungen. Das Unilever-Engagement in Österreich lässt sich vor diesem historischen Hintergrund als Teil einer langfristigen Investitionsstrategie multinationaler Konzerne verstehen.

Auch die Seegrotte Hinterbrühl – eine der größten unterirdischen Seen Europas – demonstriert, wie historische Industriestandorte in Österreich eine neue Nutzung erfahren haben. Die Verbindung von Tradition und Moderne zeigt sich ähnlich bei Traditionsmarken wie Eskimo, die sich in einem Spannungsfeld zwischen Bewahrung und gesellschaftlichem Wandel befinden.

Quellen und Stimmen

Die Berichterstattung zu Eskimo Eis stützt sich auf mehrere öffentlich zugängliche Quellen. Die Wikipedia-Seite zur Marke liefert einen umfassenden Überblick über die Unternehmensgeschichte. Das Magazin Stern berichtete ausführlich über die Umbenennungspläne und deren internationale Dimension.

„Lange Tradition und emotionale Bindung” – diese Begründung führte eine Unilever-Sprecherin 2025 für die Entscheidung an, den Markennamen Eskimo in Österreich beizubehalten.

Die Agentur APA/OTS veröffentlichte eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens zur Umbenennung. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) äußerte sich kritisch zu den Preiserhöhungen bei Magnum Mandel, wie die Kleine Zeitung berichtete.

Zusammenfassung

Eskimo zählt zu den traditionsreichsten Eismarken Österreichs. Seit 1927 steht der Name für Speiseeis am Stiel, das über Jahrzehnte zum festen Bestandteil der österreichischen Kühltruhen wurde. Heute vertreibt Unilever Austria die Produkte, die aus Deutschland importiert werden. Die Diskussion um eine mögliche Umbenennung dauert seit 2020 an, wurde in Österreich jedoch vorerst gestoppt. Während das Brickerl nach Konsumentenprotesten 2026 ins Sortiment zurückkehrt, stehen Themen wie Shrinkflation und Sortimentsgestaltung weiterhin im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Häufig gestellte Fragen

Wann wurde die Eskimo-Marke gegründet?

Die Marke wurde 1927 durch die österreichische MIAG gegründet.

Warum steht der Name Eskimo in der Kritik?

Der Name gilt als kolonialistisch und rassistisch, da er sich auf Stereotype der indigenen Inuit-Völker bezieht. Unilever prüfte deshalb seit 2020 eine Umbenennung.

Wird Eskimo-Eis noch in Österreich produziert?

Nein, die Produktion in Österreich wurde 1998 eingestellt. Seitdem werden die Produkte aus Deutschland importiert.

Welche Sorten sind aktuell bei Eskimo erhältlich?

Zum aktuellen Sortiment gehören unter anderem Magnum Mandel und Sorten mit Haselnuss-Karamell-Geschmack. Der Brickerl kehrte im Februar 2026 ins Sortiment zurück.

Was bedeutet die „Konsum-Ente 2025″?

Magnum Mandel wurde 2025 zur „Konsum-Ente” gekürt, da die Verpackungsgröße bei gleichzeitiger Preiserhöhung reduziert wurde.

Wer gehört zur Eskimo-Marke?

Eskimo gehört zu Unilever und ist das österreichische Pendant zur deutschen Marke Langnese. Der Vertrieb erfolgt über die Magnum Ice Cream Company.

Ist Eskimo-Eis vegan?

Detaillierte Informationen zum Vegan-Status einzelner Sorten liegen in den Quellen nicht vor. Sorten wie Magnum Mandel enthalten typischerweise Milch und sind nicht vegan. Für genaue Angaben empfiehlt sich ein Blick auf die Verpackung.

George Edward Davies Bennett

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