Als der achtjährige Fabian aus Güstrow am 10. Oktober 2025 nicht nach Hause kam, begann für seine Familie eine quälende Ungewissheit. Vier Tage später fand eine Spaziergängerin seine Leiche an einem Tümpel bei Klein Upahl – der Beginn eines komplexen Mordfalls, der das Land erschüttert. Dieser Artikel rekonstruiert die Ereignisse anhand der forensischen Beweiskette und zeichnet den Prozess gegen die mutmaßliche Täterin nach.

Vermisst seit: 10. Oktober 2025 ·
Leiche gefunden am: 14. Oktober 2025 ·
Fundort: Tümpel bei Klein Upahl ·
Alter des Opfers: 8 Jahre ·
Angeklagte: Gina H. ·
Vorwurf: Heimtückischer Mord

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Das genaue Tatmotiv über „Eigennutz“ hinaus ist noch nicht abschließend geklärt.
  • Die Rolle des Bekannten, der nachts mit der Angeklagten an der Leiche war, bleibt unklar.
  • Ob die Augenverletzung vor oder nach dem Tod zugefügt wurde, ist offen.
3Zeitleisten-Signal
  • 10.10.2025: Fabian wird vermisst gemeldet.
  • 14.10.2025: Leiche an einem Tümpel bei Klein Upahl entdeckt.
  • 17.10.2025: Identifizierung per DNA; Leiche Opfer eines Gewaltverbrechens.
  • 28.04.2026: Prozessauftakt vor dem Landgericht Rostock.
4Wie es weitergeht
  • Der Prozess läuft mit mehreren Verhandlungstagen bis Anfang Juli 2026. (NDR (Regionalnachrichten))
  • Ein Urteil wird frühestens im September 2026 erwartet (NDR (Regionalnachrichten)).
  • Die Berichterstattung bleibt durch Liveticker der Medien begleitet. (NDR (Regionalnachrichten))

Fünf Schlüsseldaten fassen den bisherigen Ermittlungsstand zusammen – von der Vermisstmeldung bis zum Prozess.

Ereignis Details
Vermisstmeldung Am 10. Oktober 2025
Leichenfund 14. Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl
Festnahme Gina H. wenige Tage nach dem Fund
Anklage Mord aus Eigennutz (heimtückisch)
Prozessbeginn 2026 vor dem Landgericht Rostock

Warum ist Fabian aus Güstrow gestorben?

Die Anklage gegen Gina H.

  • Die Staatsanwaltschaft wirft der 30-jährigen Gina H. vor, Fabian aus der Wohnung seiner Mutter in Güstrow gelockt und getötet zu haben (NDR (Regionalnachrichten)).
  • Die Anklage lautet auf heimtückischen Mord aus Eigennutz (ZEIT Online (überregionale Tageszeitung)).

Der Begriff „heimtückisch“ setzt voraus, dass der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst ausnutzt. Bei einem achtjährigen Kind, das der Nachbarin vertraut, liegt dieser Vorwurf rechtlich nahe.

Mord aus Eigennutz: Die These der Staatsanwaltschaft

  • Die Ermittler vermuten als Motiv, dass Gina H. glaubte, das Kind stehe einer Wiederbelebung ihrer Beziehung zu Fabians Vater im Weg (NDR (Regionalnachrichten)).
  • Einem Bericht zufolge soll sie die Tat aus Eigennutz begangen haben – konkret, um sich eine Beziehungschance zu sichern.

Die These: Gina H. strebte eine Partnerschaft mit Fabians Vater an und sah in dem Kind ein Hindernis. Die Staatsanwaltschaft stützt diese Annahme auf Zeugenaussagen und digitale Spuren.

Fazit: Die Anklage zeichnet das Bild einer geplanten Tat aus persönlichem Vorteil – nicht aus spontaner Affekthandlung. Für die Verteidigung wird die Glaubwürdigkeit der Motivrekonstruktion zum zentralen Angriffspunkt.

Das impliziert, dass die Staatsanwaltschaft auf eine nachhaltige Motivlage setzt, die vor Gericht standhalten muss.

Was ist mit Fabian passiert?

Der Tag des Verschwindens: 10. Oktober 2025

  • Fabian wird zuletzt in Güstrow gesehen, am Abend wird er als vermisst gemeldet (NDR (Regionalnachrichten)).
  • Die Polizei leitet sofort eine großangelegte Suche ein – mit Hunden, Hubschraubern und Tauchern.

Die Suche konzentrierte sich zunächst auf das Stadtgebiet von Güstrow und die umliegenden Wälder. Ohne Erfolg.

Die Suche nach dem Kind

  • Über 300 Einsatzkräfte waren an der Suche beteiligt, die sich über mehrere Tage erstreckte.
  • Die Familie und die Gemeinde hofften bis zuletzt auf eine schnelle, positive Wendung.

Doch am 14. Oktober 2025 nahm der Fall eine tragische Wende.

Der Fund der Leiche am 14. Oktober 2025

Die Polizei und die Rostocker Staatsanwaltschaft teilen mit, dass das Kind nach der Obduktion Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sei (Stern (Nachrichtenmagazin)).

Die entscheidende Lücke

Zwischen dem Verschwinden am 10. Oktober und dem Leichenfund am 14. Oktober liegen knapp 96 Stunden, die nicht vollständig aufgeklärt sind. Wo Fabian in dieser Zeit war und ob er die gesamte Zeit am Tümpel lag, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Die ungeklärten Stunden erhöhen den Druck auf die Ermittler, die letzten Momente des Kindes zu rekonstruieren.

Wie wurde Fabian umgebracht?

Aussagen des Rechtsmediziners

  • Die Obduktion ergab ein stumpfes oder scharfes Trauma als Todesursache (Blick (Schweizer Boulevardmedium)).
  • Die Verletzungen waren nicht mit einem Unfall vereinbar.

Der Rechtsmediziner wird im Prozess voraussichtlich detailliert darlegen, welche Werkzeuge oder Gegenstände die Verletzungen verursacht haben könnten.

Die Verletzungsmuster

  • Ein Teil der Verletzungen könnte von einem Messer oder einem anderen Gegenstand stammen.
  • Die genaue Rekonstruktion des Tathergangs steht noch aus.

Die forensische Analyse der Kleidung und der Spuren am Leichenfundort wird eine zentrale Rolle spielen.

Fazit: Die rechtsmedizinischen Befunde belegen ein Tötungsdelikt mit erheblicher Gewalteinwirkung. Die genaue Todesursache und das Tatwerkzeug bleiben jedoch bis zur Hauptverhandlung unter Vorbehalt.

Die forensischen Details werden entscheidend sein, um die Handlungen der Angeklagten zu verifizieren.

Wer ermordete Fabian aus Güstrow?

Die Beschuldigte Gina H.

  • Die Hauptverdächtige ist Gina H., eine Nachbarin des Opfers (ZEIT Online (überregionale Tageszeitung)).
  • Sie ist 30 Jahre alt und war den Ermittlungen zufolge die letzte Person, die Fabian gesehen haben soll.

Das Verhältnis zwischen Gina H. und Fabian

  • Gina H. kannte Fabian aus der Nachbarschaft. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Bekanntschaft aus, die es ihr ermöglichte, das Kind zu locken.
  • Die Anklage stützt sich auf die These, dass sie eine Beziehung zu Fabians Vater anstrebte und das Kind als Hindernis betrachtete.

Der Bekannte, der mit Gina H. an der Leiche war

  • Einem Medienbericht zufolge war ein Bekannter der Beschuldigten nachts mit ihr an der Leiche (NDR (Regionalnachrichten)).
  • Die Staatsanwaltschaft geht von einer Alleintäterschaft aus, die Rolle des Bekannten bleibt jedoch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Frage, warum jemand mit der mutmaßlichen Täterin nachts zu einem Leichenfundort zurückkehrt, ist eine der rätselhaftesten des ganzen Falls.

Das Paradox

Die Angeklagte riskierte, die Leiche zu entdecken, während sie selbst vermutlich die Täterin war. Dieses Verhalten – wenn es sich bestätigt – könnte entweder auf eine tiefe emotionale Verstrickung oder auf kalkuliertes Handeln hindeuten.

Die ungewöhnliche nächtliche Rückkehr zum Tatort wirft Fragen auf, die das Gericht klären muss.

Wie hat Fabian sein Auge verloren?

Die Augenverletzung im Kontext der Tat

  • Das Kind wies eine schwere Verletzung am Auge auf.
  • Es ist unklar, ob diese Verletzung vor oder nach dem Tod zugefügt wurde.
  • Die Verletzung könnte Teil des Tatgeschehens sein – möglicherweise durch einen Schlag oder Stich.

Die genaue Einordnung dieser Verletzung wird vor Gericht eine wichtige Rolle spielen, da sie Rückschlüsse auf den Tathergang zulässt.

Fazit: Die Augenverletzung ist ein Indiz für die Brutalität der Tat, aber ihre zeitliche Einordnung bleibt offen. Die Verteidigung könnte hier auf sekundäre Verletzungen durch Tierfraß oder Lagerung verweisen.

Der zeitliche Ablauf der Verletzungen könnte die Glaubwürdigkeit der Anklage entscheidend beeinflussen.

Wann ist der nächste Prozesstag im Fall Fabian?

Terminplan des Landgerichts

  • Der Prozess fand am Landgericht Rostock statt, Beginn war der 28. April 2026 (ZEIT Online (überregionale Tageszeitung)).
  • Nach dem Auftakt waren 16 weitere Termine bis Anfang Juli 2026 angesetzt (ZEIT Online (überregionale Tageszeitung)).
  • Mit einem Urteil wurde Anfang September 2026 gerechnet (NDR (Regionalnachrichten)).

Liveticker und Berichterstattung

  • Die Medien, insbesondere der NDR, begleiten den Prozess mit Livetickern und Zusammenfassungen.
  • Die Öffentlichkeit kann den Prozess durch die Presseberichterstattung verfolgen.

Die nächsten Verhandlungstage werden jeweils vorab vom Landgericht bekannt gegeben. Ein genauer Kalender liegt derzeit nicht vor, da die Termine fortlaufend aktualisiert werden.

Die kontinuierliche Berichterstattung ermöglicht es der Öffentlichkeit, den Fortgang des Verfahrens zu verfolgen.

Welche offenen Fragen klärt der Prozess?

Die Frage nach dem Motiv

  • Das genaue Tatmotiv ist Gegenstand der Verhandlung. Die Staatsanwaltschaft hat eine These, die Verteidigung wird sie anfechten.

Die Frage nach der Nacht an der Leiche

  • Die Rolle des Bekannten, der nachts mit Gina H. am Tümpel war, ist noch nicht abschließend geklärt (NDR (Regionalnachrichten)).

Die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Beschuldigten

  • Die Einlassungen der Angeklagten stehen unter genauer Beobachtung. Widersprüche in ihren Aussagen könnten den Ausgang des Verfahrens beeinflussen.
Fazit: Der Prozess muss nicht nur die Täterschaft, sondern auch das „Warum“ klären. Ohne ein glaubwürdiges Motiv bleibt die Beweiskette lückenhaft – selbst wenn die Indizien stark sind.

Die richterliche Entscheidung wird letztlich davon abhängen, ob die Lücken geschlossen werden können.

Zeitleiste der Ereignisse

  • – Fabian wird zuletzt in Güstrow gesehen und am Abend als vermisst gemeldet (NDR (Regionalnachrichten)).
  • – Eine Spaziergängerin findet eine Kinderleiche an einem Tümpel bei Klein Upahl. Es handelt sich um Fabian (NDR (Regionalnachrichten)).
  • – DNA-Analyse bestätigt Identität; Polizei und Staatsanwaltschaft teilen mit, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelt (Stern (Nachrichtenmagazin)).
  • – Die Polizei nimmt Gina H., eine Nachbarin des Opfers, als Tatverdächtige fest (ZEIT Online (überregionale Tageszeitung)).
  • – Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen heimtückischen Mordes aus Eigennutz (ZEIT Online (überregionale Tageszeitung)).
  • – Der Prozess gegen Gina H. beginnt vor dem Landgericht Rostock. Es werden mehrere Verhandlungstage bis Juli 2026 durchgeführt (ZEIT Online (überregionale Tageszeitung)).

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Fabian ist tot (NDR (Regionalnachrichten)).
  • Seine Leiche wurde an einem Tümpel bei Klein Upahl gefunden (NDR (Regionalnachrichten)).
  • Gina H. ist wegen Mordes an Fabian angeklagt (ZEIT Online (überregionale Tageszeitung)).
  • Die Anklage lautet auf Mord aus Eigennutz (ZEIT Online (überregionale Tageszeitung)).
  • Der Prozess findet vor dem Landgericht Rostock statt (ZEIT Online (überregionale Tageszeitung)).

Was unklar ist

  • Das genaue Tatmotiv über „Eigennutz“ hinaus.
  • Die Rolle des Bekannten, der mit der Angeklagten an der Leiche war.
  • Ob es ein Geständnis geben wird.
  • Die genaue Ursache der Augenverletzung.
  • Das endgültige Strafmaß.

Stimmen aus dem Verfahren

„Er wurde entsorgt wie Müll.“

– Polizistin im Zeugenstand, zitiert in Welt (überregionale Tageszeitung)

„Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagte aus Eigennutz handelte, um eine Beziehung zum Vater des Kindes zu ermöglichen.“

– Staatsanwaltschaft, zitiert in NDR (Regionalnachrichten)

„Die Beweislage ist nicht ausreichend, um einen Mord nachzuweisen.“

– Verteidigung von Gina H., zitiert in RTL (Privatsender)

„Die Verletzungen sind mit einem Tötungsdelikt vereinbar und nicht mit einem Unfall.“

– Rechtsmediziner während der Verhandlung, zitiert in n-tv (Nachrichtensender)

Der Fall Fabian ist ein erschütterndes Beispiel dafür, wie ein Kind zum Opfer mutmaßlich eigennütziger Motive wird. Der Ausgang des Prozesses wird nicht nur über das Schicksal von Gina H. entscheiden, sondern auch darüber, ob die Justiz in der Lage ist, die Wahrheit hinter den vielen offenen Fragen ans Licht zu bringen. Für die Familie von Fabian ist die Ungewissheit eine zweite Qual: Sie müssen mit dem Wissen leben, dass ihr Sohn möglicherweise aus einem ganz alltäglichen Grund starb – dem Wunsch einer Erwachsenen nach einer Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet der Vorwurf „heimtückischer Mord“?

Heimtückischer Mord liegt vor, wenn der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst ausnutzt. Bei einem achtjährigen Kind, das der Nachbarin vertraut, wird dies von der Staatsanwaltschaft angenommen.

Wie alt war Fabian, als er starb?

Fabian war acht Jahre alt.

Unter welchen Umständen wurde die Leiche gefunden?

Eine Spaziergängerin entdeckte die Leiche am 14. Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer von Fabians Wohnort entfernt.

Was genau ist der Unterschied zwischen Prozess- und Verhandlungstag?

Ein Prozesstag ist ein Kalendertag, an dem tatsächlich verhandelt wird. Ein Verhandlungstag ist ein einzelner Sitzungstag innerhalb des Prozesses. Der Prozess umfasst mehrere Verhandlungstage.

Welche Strafe droht Gina H. bei einer Verurteilung?

Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Strafkammer könnte bei besonderer Schwere der Schuld die besondere Schwere feststellen, was eine Mindestverbüßungsdauer von 15 Jahren zur Folge hätte.

Gibt es ein Geständnis von Gina H.?

Bislang ist kein Geständnis bekannt. Die Angeklagte hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Wie können Angehörige und Öffentlichkeit den Prozess verfolgen?

Der Prozess ist öffentlich, allerdings kann das Gericht die Öffentlichkeit ausschließen, wenn es um den Schutz von Zeugen oder die Privatsphäre geht. Medien wie der NDR berichten regelmäßig in Livetickern.